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25 September 2026Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) bezeichnet eine Schweißproduktion, die über das zur Temperaturregulierung nötige Maß hinausgeht; sie kann vor allem an Achseln, Handflächen und Fußsohlen auffallen. Dies kann den Alltag von der Kleiderwahl bis zu sozialen Situationen beeinflussen. Botulinumtoxin (umgangssprachlich Botox) ist eine der Optionen, die bei geeigneten Personen infrage kommen können. Dieser Beitrag beschreibt die allgemeinen Merkmale der Behandlung zu Informationszwecken; die Eignung ist individuell verschieden und wird in einer ärztlichen Untersuchung festgestellt.
Was ist Hyperhidrose?
Hyperhidrose wird im Allgemeinen in zwei Gruppen eingeteilt. Bei der primären Hyperhidrose liegt keine andere Grunderkrankung vor; das Schwitzen betrifft meist bestimmte Bereiche beidseitig und beginnt häufig in jungen Jahren. Die sekundäre Hyperhidrose entsteht durch eine andere Ursache, etwa Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Infektionen, hormonelle Veränderungen oder Medikamente. Deshalb ist es wichtig, vor der Behandlungsplanung die Ursache abzuklären; liegt eine sekundäre Ursache vor, wird zuerst diese behandelt.
Wie wirkt Botox auf das Schwitzen?
Schweißdrüsen werden durch einen Botenstoff angeregt, der von Nervenenden freigesetzt wird. Botulinumtoxin verringert diese Signalübertragung im behandelten Bereich vorübergehend und begrenzt so die Anregung der Schweißdrüsen; die Schweißmenge in diesem Bereich kann dadurch abnehmen. Die Wirkung ist nicht dauerhaft: Da sich die Nervenübertragung mit der Zeit erholt, kehrt das Schwitzen meist innerhalb einiger Monate allmählich zurück, und die Behandlung kann bei Bedarf wiederholt werden. Die Wirkdauer hängt von der Person und vom behandelten Bereich ab.
Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Vor der Behandlung wird der Bereich mit dem stärksten Schwitzen bestimmt; dazu kann in manchen Fällen ein einfacher Test wie der Jod-Stärke-Test genutzt werden. Anschließend werden mit feinen Nadeln viele kleine Injektionen in die Haut gesetzt. Der Eingriff dauert in der Regel nicht lange, und der Alltag kann oft noch am selben Tag wieder aufgenommen werden. Zur besseren Verträglichkeit kann eine Betäubungscreme oder Kühlung eingesetzt werden.
Die Achseln sind der Bereich, in dem diese Behandlung am häufigsten in Betracht gezogen wird. Handflächen und Fußsohlen können empfindlicher sein und werden hinsichtlich Wirkungen wie einer vorübergehenden Muskelschwäche gesondert beurteilt.
Für wen kommt sie infrage, und worauf ist zu achten?
Eine Botox-Behandlung wird meist dann erwogen, wenn einfachere Maßnahmen wie Antitranspirantien nicht ausgereicht haben. Bei der Beurteilung werden berücksichtigt:
- Ob das Schwitzen primär ist oder eine andere Ursache hat
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Neuromuskuläre Erkrankungen
- Eingenommene Medikamente und das Ansprechen auf frühere Behandlungen
- Ob im Behandlungsbereich eine Infektion oder ein Hautproblem besteht
Nach der Behandlung können an den Einstichstellen leichte Rötungen, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten; diese klingen meist rasch ab. Bei unerwarteten Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält die Wirkung von Botox auf das Schwitzen an?
Die Dauer ist je nach Person und Bereich unterschiedlich; meist hält sie einige Monate und lässt dann allmählich nach. Nimmt das Schwitzen wieder zu, kann die Behandlung nach ärztlicher Beurteilung wiederholt werden.
Schwitzt der Körper an anderen Stellen mehr, wenn das Schwitzen unter den Achseln abnimmt?
Die Behandlung betrifft die Schweißdrüsen in einem kleinen Körperbereich; die allgemeine Temperaturregulierung erfolgt weiterhin über die übrigen Schweißdrüsen. Fragen dazu können Sie in der Untersuchung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.
Wann zeigt sich die Wirkung nach der Behandlung?
Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Tage ein und wird innerhalb von etwa zwei Wochen deutlich. Dieser Zeitraum kann individuell variieren.
Mehr zu Botox und anderen nicht-chirurgischen Behandlungen finden Sie auf der Seite Filler, Botox und Mesotherapie; für eine Untersuchung in Kayseri nutzen Sie die Seite Kontakt.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.




