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5 August 2026Eine der häufigsten Fragen vor einer Nasenoperation betrifft die Tamponade, die nach dem Eingriff in die Nase eingelegt wird. Berichte über die früher verwendeten Gazetamponaden verunsichern viele Menschen, die über eine Operation nachdenken. Heute wird die Nase meist mit Silikonschienen gestützt, die einen Luftkanal enthalten, und der Verlauf ist in der Regel angenehmer als erwartet. Dieser Beitrag erklärt zu Informationszwecken, warum eine Tamponade eingesetzt wird, welche Aufgabe moderne Silikonschienen haben und was beim Entfernen zu erwarten ist.
Warum wird nach einer Nasenoperation tamponiert?
Bei einer Rhinoplastik geht es häufig nicht nur um die äußere Form der Nase; auch die Nasenscheidewand (Septum) und die Atemstrukturen im Inneren können mitbehandelt werden. Diese Gewebe benötigen während der Heilung unter Umständen Unterstützung. Allgemein kann eine Tamponade dazu beitragen, Blutungen zu kontrollieren, das Septum in seiner neuen Position zu stützen, ein Verkleben der Schleimhautschichten zu vermeiden und schwellungsbedingte Unregelmäßigkeiten zu begrenzen. Das Vorgehen ist nicht bei allen gleich: Ob überhaupt tamponiert wird und welche Art gewählt wird, hängt vom Umfang des Eingriffs und von der Einschätzung der Ärztin oder des Arztes ab.
Worin unterscheiden sich moderne Silikonschienen von klassischen Tamponaden?
Die früher übliche Gazetamponade füllte die Nasenhöhle vollständig aus, sodass in diesen Tagen durch den Mund geatmet werden musste. Da solche Tamponaden am Gewebe haften konnten, wurde das Entfernen oft als unangenehm beschrieben. Die heute häufig bevorzugten Silikonschienen besitzen einen durchgehenden Luftkanal. Dadurch können viele Menschen auch mit eingelegter Schiene in begrenztem Maß durch die Nase atmen. Die glatte Silikonoberfläche verringert das Anhaften am Gewebe, weshalb das Entfernen meist besser vertragen wird. Dennoch kann der Luftkanal durch Schwellung, Krusten oder Sekret zeitweise verstopfen; das ist zu erwarten und vorübergehend.
Worauf ist in den Tagen mit Tamponade zu achten?
In dieser Zeit sollte man nicht in der Nase bohren, nicht kräftig schnäuzen und die Schienen nicht selbst bewegen. Die Mundatmung kann zu einem trockenen Mund führen; häufiges Trinken kleiner Wassermengen wird meist als angenehm empfunden. Schlafen mit leicht erhöhtem Kopf kann die Schwellung günstig beeinflussen. Ein leichtes blutiges Sekret aus den Nasenlöchern ist in den ersten Tagen zu erwarten; anhaltende Blutungen, Fieber, zunehmende Schmerzen oder deutliche Schwellungen sind jedoch ein Grund, ärztlichen Kontakt aufzunehmen. Nasensprays, Schmerzmittel und Antibiotika werden individuell geplant; Medikamente sollten nicht eigenmächtig verändert werden.
Wie fühlt sich das Entfernen an?
Das Entfernen der Schienen ist in der Regel ein kurzer Vorgang in der Sprechstunde. Beschrieben werden dabei ein Druckgefühl, tränende Augen oder ein kurzes Brennen. Wie stark diese Empfindungen ausfallen, ist individuell sehr unterschiedlich; zwei Personen mit demselben Eingriff können ganz verschiedene Erfahrungen schildern. Direkt danach können ein leichtes blutiges Sekret und ein Gefühl der Verstopfung noch eine Weile anhalten, da die Schleimhautschwellung auch nach dem Entfernen fortbesteht. Realistisch ist daher die Erwartung, dass sich die Nasenatmung schrittweise und nicht auf einmal bessert.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange bleibt die Tamponade in der Nase?
Eine einheitliche Dauer gibt es nicht. Sie wird ärztlich festgelegt – abhängig vom Umfang des Eingriffs, davon ob das Septum mitbehandelt wurde, und vom Heilungsverlauf. Statt sich auf eine feste Tageszahl zu verlassen, ist die Beurteilung beim Kontrolltermin maßgeblich.
Kann ich mit eingelegter Schiene durch die Nase atmen?
Silikonschienen mit Luftkanal lassen meist einen begrenzten Luftstrom zu. Schwellung, Krusten oder Sekret können diesen Kanal vorübergehend verschließen; dann ist Mundatmung nötig, was zu erwarten ist.
Wird bei jeder Nasenoperation tamponiert?
Nein. Bei manchen Eingriffen werden nur Nahttechniken oder dünne Silikonfolien eingesetzt, in einzelnen Fällen wird ganz darauf verzichtet. Die Entscheidung richtet sich nach dem Inhalt der Operation und nach der individuellen Anatomie der Nase.
Ausführliche Informationen zur Nasenchirurgie und zu Revisionseingriffen finden Sie auf der Seite Piezo-assistierte Rhinoplastik und Revisionsrhinoplastik; für Ihre Fragen erreichen Sie uns über die Seite Kontakt.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
Erstellt von: Op. Dr. Yahya Melih Işık — Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (Kayseri, Türkei). Ausbildung, Facharztarbeit und wissenschaftliche Publikation finden Sie auf der Seite Akademisches Profil.
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